2007/08/26

zwei ereignisreiche Tage

Brrr, mir ist kalt. Heute sind's nur noch 22° und es hat zwischendurch ab und zu geregnet. Was uns aber nicht davon abgehalten hat, uns im Wildlife Park zwischen Waschbären, Elchen, Wölfen, Eulen, Bergziegen und Dachsen herumzutreiben. Jetzt sagt ihr, was für ein Blödsinn, das können die beiden auch zu Hause haben und ich sage: nein, denn erstens habe ich heute damit unglaublich viele Vokabeln gelernt, zweitens war die Busfahrt dahin sehr abenteuerlich, weil man erst einmal in die Stadt zur Endhaltestelle muss und dann umsteigt, um weitere 30 Minuten zu fahren und auf dem Rückweg haben wir den Bus, der nur alle halbe Stunde fährt, dann auch noch knapp verpasst. Hauptsächlich aber waren wir im Wildlife Park, weil wir die einheimischen Tierchen kennen lernen wollten. Grizzlys zum Beispiel und Cariboos und was es hier eben sonst noch auch in freier Wildbahn gibt. Damit wir in Zukunft wissen, was uns da begegnet..
Und einen kleinen Wasserfall haben wir auch gleich noch gesehen. Dazu musste man einen recht kurzen, holzbetreppten Pfad entlanggehen, der übelst ausgeschildert war mit dem Hinweis, es wäre ein steiler Wanderpfad. Nun ja. Das wissen wir inzwischen einzuordnen, denn gestern zum Beispiel sind wir in der Innenstadt über eine Brücke gegangen, die über die Bahnschienen führte und dort war etwa alle sieben Stufen ein Motivationsspruch an der obersten Stufe angebracht. Insgesamt waren es aber auch kaum mehr als dreißig Stufen und oben angekommen wurden wir glatt beglückwünscht, dass wir es geschafft haben.
Übrigens sind wir gestern durch den Thompson River gewatet - am Ufer natürlich. Es war wirklich schön, denn die Altstadt geht nach besagtem Bahnübergang in den Stadtpark über, der wie die ganze Stadt wirklich sehr sauber und auch gepflegt ist, und endet schließlich mit einem schmalen Strand und dem Zusamenfluss der zwei Thompson Rivers. Fotos von beiden Tagen folgen später, denn jetzt wollen wir, was wir uns seit vier Tagen vornehmen, endlich erfolgreich zum Kino und uns die Simpsons im Original ansehen. Bin gespannt, ob es französischen Untertitel geben wird, denn der Trailer wird auf der Homepage des Kinos zweisprachig angeboten. Es ist sogar Pflicht, alle Nahrungsmittelpackungen in ganz Kanada zweisprachig zu beschriften. Aber gut, dazu später.
CU

2007/08/24

moinsen..


der Bahnhof in Vancouver, von dem der Greyhound abfuhr

Holzverladungsbahnhof am Coquitlam River

Fahrt durchs Küstengebirge


Kamloops bei Nacht

[erklärt sich ja von selbst]

Kamloops bei Tag

eines der Unigebäude

wieder Kamloops, hier das North Shore (Nordufer)

von diesen Bergen sind wir täglich umgeben

..ich bin jetzt auch wach. das klima macht mir ein bisschen zu schaffen. es ist so richtig schön heiß und trocken hier. halbwüste eben. die berge rund um die stadt sind auch jedes mal wieder riesig und beeindruckend. es sieht aus wie im westernfilm. echte prärie.
und in mancher hinsicht sind die jungs und mädels hier ihren südlichen nachbarn sehr ähnlich, auch wenn sie das sicher nicht gern hören. politisch recht desinteressiert und vor allem ständig am energieverschwenden. die klimaanlagen laufen immerzu, auch wenn es nur 20° warm ist. leute fahren in gigantischen, 6 liter hubraum-trucks herum, um sich nen burger zu holen und sitzen dann bei laufendem motor im auto aufm parkplatz rum. ich muss mich sehr zusammenreißen, nicht jeden anzumaulen deswegen. aber ich vermute, dass die 30 mio. kanadier soviel öl, gas und strom verbrauchen wie die 80 mio. deutschen. eher mehr.
aber genug der meckerei. denn es ist natürlich wunderschön hier. alles scheint im überfluss vorhanden zu sein. und die uni ist bisher einfach großartig. die verwaltungsangestellten sind wie eine menge netter muttis zu ihren studenten, aber das liegt natürlich zum teil auch daran, dass die studis hier kräftig zahlen.
anbei mal endlich ein paar fotos von der guten kamera, die handyfotos waren ja eher nicht so der bringer.

gefrorene Milch und Kaffee aus Sägemehl

Einen schönen guten Morgen.
Wir haben gerade gefrühstückt und ich glaube, mein Magen ist jetzt gefroren. Denn unserer 4-l-Milch-Kanister passt nicht so recht in den Kühlschrank (der inzwischen auf zwei gedreht ist, aber immernoch eisig ist wie eine Gefriertruhe; ich glaube, man kann das hier ebensowenig selbst ändern wie die Klimaanlage, die schon "für unser Wohlbefinden voreingestellt" ist und ihrer Regler beraubt wurde) und darum stößt sie mit dem Deckel ans Gefrierfach an und ist jetzt ein Milchklotz. Beziehungsweise ist der noch flüssige Anteil kurz davor, auch Eisblock zu werden. Aber die Cornflakes an sich sind prima, muss ich sagen. An die Kälte muss man sich gewöhnen.
Und der Kaffee, den wir hier jeden Tag vom Room Service frei Haus bekommen, besteht, sagt zumindest Dan, wahrscheinlich aus Sägemehl. Er sei sogar so widerlich, dass er ihn nicht mal mehr klauen würde (wir hatten vorgestern Tee getrunken und drum den Kaffee eingepackt in der Hoffnung, neuen zu bekommen, was dann auch der Fall war). Wie gut, dass ich nur Tee trinke. Der ist prima und bezahlbar obendrein.
Übrigens haben wir, wie unschwer an den Umlauten erkennbar (hoch lebe auch das ß!), endlich Internet im Motel und können wieder unsere Laptops mit gewohnter Tastatur verwenden. Und einen riesigen Stapel Bücher haben wir inzwischen auch (was bedeutet, dass wir insgesamt über 400$ ärmer sind), sind also gerüstet für unsere Seminare. Allein mein Theaterreader hat 30$ gekostet. Von meinem Kunstbuch, das ich eigentlich noch kaufen müsste, rede ich gar nicht erst (es wären nochmal 90$ - für ein gebrauchtes Buch!). Wie gut, dass Bookies, der Unibuchladen, wenigstens gebrauchte Bücher verkauft und sie hinterher auch für den halben Preis wieder zurücknimmt. Aber es gab leider nicht alles "used". Nun ja. Welcome to Canada. Ich geh jetzt abwaschen.

Nudeltüte

Also ich muss jetzt doch noch was loswerden: Kanadier sind seltsam. Da kauft man eine 2-Kilo-Nudelpackung (weil preislich günstiger) und bei näherem Untersuchen stellt man fest, dass sie wiederverschließbar ist. So richtig mit dieser Plasteschiene wie man sie inzwischen von geraspeltem Käse kennt. Aber Nudeln? Wiederverschließbare Spaghetti? Da versteh doch mal einer die Welt. Und Pfand gibt's sogar auf Tetrapacks, aber nicht auf unsere 4-Liter-Milchpackung, die heute im Kühlschrank erst mal nen Frostschock bekommen hat. Irgendwie alles merkwürdig hier. Und jetzt geh ich schlafen, Dan pennt nämlich auch schon wieder seit Stunden.

2007/08/23

Einkauf im Real Canadian Superstore und Treffen mit Lolina

Seit gestern sind wir nun in Kamloops - die Fahrt mit dem Greyhound hierher war wunderschoen (hier gibt's jetzt grad keine Umlaute, sorry Leute, bin naemlich auf dem Campus online, da unser hervorragendes Motel grad ohne Internet ist). Viele viele Berge, noch mehr Baeume, dazwischen schwarze Kuehe, einige Seen und Baeche und ganz oben dann sogar Schnee. 5 Stunden und 10 Minuten hat die Fahrt gedauert und die Zeit ist viel schneller vorbei gewesen als im Flugzeug. Da hat man ja auch nicht so eine tolle Aussicht (wegen der die Sicht versperrenden Wolken).
Je naeher wir nach Kamloops kamen, desto trockener und wuestiger wurde es, hier angekommen standen wir dann mitten in einer Halbwueste. ich glaube, ich werde jetzt endlich mal die empfohlenen Trinkliter pro Tag schaffen (so ein Sackgang, das z ist auf der tastatur woanders und ich schreib immer y). Jedenfalls haben wir erst einmal ewig das Motel gesucht, denn die Straszenbezeichnungen funktionieren hier anders, sehr autofreundlich muss ich sagen. Denn ueber der Strasze haengt der Name der gerade passierten Querstrasze, nicht der der gerade befahrenen. Dann endlich, immernoch umgeben von Bergen natuerlich, erblickten wir das Hospitality Inn und bezogen unser Zimmer. Wohl nur voruebergehend, denn wir haben spaetestens heute beschlossen, dass wir auf jeden Fall den Rest der Zeit woanders verbringen wollen. Alle um uns herum haben naemlich ihre extrem laute Klimaanlage laufen (es gibt aber schon Fenster, jaja, nicht dass ihr denkt, man koenne nicht einfach nur lueften), dafuer, dass wir 40 $ Reinigungskosten zum Schlusz zahlen muessen, ist es nicht wirklich sauber genug, wir haben kaum Tageslicht und Dan behauptet, der Geruch im Zimmer erinnere ihn an den in meiner ersten Wohnung in Hildesheim, die einen feuchten Teppich und reichlich Schimmel hatte. Aber sonst ist es ganz nett. Die Betten haben hier scheinbar alle zwei Matratzen mindestens, denn bei Alex war es ebenso. Dadurch sinkt man richtig ein. Ach ja, und die Unart, die Decken ringsherum hineinzustecken, haben die Kanadier auch. Ich frage mich, ob man so tatsaechlich schlafen kann und wenn ja, ob die Fuesze dann seitlich liegen muessen. Wir haben jedenfalls erst einmal die Decke aus den Ritzen gezogen.
Aber bevor es ans Schlafen ging, waren wir erst einmal einkaufen. Liebe Daheimgebliebenen, schickt uns Essen, denn sonst verhungern wir hier! Der Supermarkt ist unglaublich riesig, aber Kaese und Wurst und Fleisch und ueberhaupt alles unglaublich teuer. Was sackbillig zu haben ist: Cornflakes und Erdnussbutter. Wir steigen jetzt auch um auf eben diese Nahrungsmittel, denn die einzig bezahlbare Wurst, die Dan sich ausgesucht hatte, war chinesischer Herkunft und schmeckt gleichzeitig suesz und wuerzig und einfach nur widerlich. Aber Obst und Gemuese kann man kaufen, das nimmt sich zu unseren Preisen wenig, zum Teil ist es sogar billiger. Also Hauptnahrungsmittel fuer die naechsten Monate: Muesli zum Fruehstueck, Nudeln mit Tomatensosze zum Mittag und Weiszbrot (das besteht nur aus Luft und wenn man es schneidet, ist es nicht einmal mehr halb so grosz, weil zerquetscht. Und das, was hier Pumpernickle heiszt, ist zwar tatsaechlich Roggenbrot, aber weit entfernt von unserem Pumpernickel) mit Weintraubengelee und Erdnussbutter zum Abendessen, zwischendurch mal eine Nektarine und ein paar Tomaten. Klingt gesund, oder?
Heute jedenfalls waren wir schon bei Annie (Registration), die uns prompt ein Zimmer angeboten hat (yeah!) und eben bei Lolina, unserer internationalen Betreuerin, die, wie sie sagt, uns bei allem hilft, was nicht akademisch ist. Und sie hat gesagt, ich muss keinen Placement Test machen, sondern kann gleich in meine Kurse gehen ohne groszartig Englischkurse extra zu belegen. Am Montag geht es dann um acht zum allgemeinen Kennenlernen los und bis dahin haben wir jetzt erst einmal frei. Wir muessen uns nur noch unser Passwort fuers Campus-WLan besorgen und dann geht's ab in die "Altstadt" und zur Zimmersuche.

2007/08/22

greetings from Canada!











Dear folks,

ja, nu simma da. Nach inzwischen fast 23 Stunden Wachzeit ziemlich fertig, aber da. Und es gibt sooo viel zu erzählen - Wo soll ich nur anfangen? Vielleicht mit gestern (für euch vorgestern). Ich bin nämlich spontan doch nach Erfurt gefahren, um gemeinsam mit Dan die Reise nach Frankfurt anzutreten. Allein und mit Umsteigen in Göttingen- darauf hatte ich dann doch keine rechte Lust. Prompt habe ich natürlich den Müll in meinem Eimer vergessen und hoffe jetzt, dass Anna heute da war und ihn entsorgt hat (Anna, wenn ja, dann tausend tausend Dank!!!). Aber Dan hat sich jedenfalls sehr gefreut als seine Mama mich dann plötzlich abends um neun angeschleppt hatte (sie war nämlich mein heimlicher Bahnhofsabholdienst). Dann haben wir alle noch mal gemütlich zusammen gesessen, die letzten Stunden in Deutschland genossen und viel viel zu spät sind wir dann das letzte Mal in deutsche Träume versunken. Aufstehen war 5.30 morgens angesagt, Frühstück um sechs, halb sieben kam Dans Mama dazu und dann um sieben Abfahrt zum Bahnhof. Ohne Umsteigen nach etwa zwei Stunden sind wir dann gegen halb zehn in Frankfurt angekommen, mussten uns zu Terminal zwei durchfragen, wurden dorthin mit einem tollen Shuttle befördert und haben schließlich unsere Rucksäcke in Säcke verpackt, mit Namen versehen und abgegeben. Dabei stellten wir dummerweise fest, dass eines unserer beiden Handgepäcke etwa einen halben Zentimeter zu breit war und da man uns nicht genau sagen konnte, ob in die Securities in London (umsteigen, ihr wisst ja schon) das ganz genau nehmen, haben wir uns auf die Suche nach einem Schraubenzieher gemacht, um den Tragegriff abzuschrauben (ist so ein kleiner Rollkoffer). Bei Hertz hat man uns dann helfen können, allerdings mit einem guten Messer aus der Angestelltenküche..
Und jetzt fragt ihr euch sicher: Was haben die von halb zehn bis 14.40 gemacht abgesehen vom Schraubenziehersuchen und Einchecken? Gute Frage, eigentlich nur den Flugzeugen beim Starten und Landen zugesehen, hauptsächlich Mittag gegessen und gelaufen. Und gelaufen. Und gelaufen. Nicht aus Spaß, nee, nee, der Flughafen ist einfach riesig und bis wir dann schließlich beim Bus zum Flieger waren, war einige Zeit verstrichen und wir hatten schon zwei Sicherheitskontrollen hinter uns. Die waren im Vergleich zu der in London aber eher ein Witz, denn in Heathrow mussten wir sogar die Schuhe ausziehen, die Laptops komplett auspacken und abgetastet wurde natürlich auch allergründlichst. Aber eins nach dem anderen -
Unsere Maschine nach London war irgendwie recht eng, obwohl auch schon hier British Airways sich rührend um uns kümmerte und mit Getränken und Knabbertütchen bewirtete. Der Start war ganz nett, die Sicht ganz gut, Dan ging's weniger rosig, aber überlebt hat er's nun schließlich doch. In London war dann leider schlechtes Wetter und daher auch kaum was zu sehen, zwischendurch nur kurz vorher der Kanal. Und dabei hatten wir hier wenigstens Fensterplätze!
Endlich unten wollte Dan zunächst lieber nicht mehr hoch, aber was muss, das muss schließlich. Gedanken konnten wir uns darum auch nicht so sehr machen, denn das große Wandern ging hier weiter: obwohl wir im gleichen Terminal wieder losflogen, sind wir von unseren zwei Aufenthaltsstunden gut eine durch die Gänge geeilt, den Rest davon haben wir vor dem Sicherheitscheck angestanden. Wie gesagt: allergründlichst. Und das mit JEDEM. Das dauert..
Ja, und dann, dann wurd's toll. Viel Platz, viel essen, noch mehr Service, bedient von einem Steward, der den Finger beim Bedienen immer fein abgespreizt hat (...) und, ach ja, der Unterhaltungsteil mit tausend Filmen und zehntausend Musiken war leider defekt, wofür sich alle tausendmal entschuldigt haben und jetzt bekommen wir auch irgendeine Entschädigung deshalb. Aber ich hab sowieso versucht, die ganze Zeit zu schlafen, was zumindest zum Teil auch geglückt ist. Dan hat sich mit zwei Filmen vergnügt und fühlte sich glaube ich dann doch halbwegs wohl. Nur über Grönland wurde es kritisch, denn da gab es so einige Turbulenzen, sodass sogar nochmal Anschnallen angesagt war..
Mit einer halben Stunde Verspätung sind wir dann 19.00 in Vancouver gelandet, haben die Kontrolle überlebt, mussten die Studienbestätigung sogar vorzeigen, aber unsere Gummibärchen und Negerküsse aus dem Sandra-und-Schöppchen-Paket haben sie uns gelassen (Eierprodukte dürfen scheinbar ebenso wie Fleisch nicht eingeführt werden). Die Rucksäcke haben wir auch heile wiederbekommen, bei Dan fehlt allerdings der Gurt, der um den Sack außen geschnürt war.
Dann mit Gepäck ab ins Taxi und zu Alex - wobei sich das als schwierig herausstellte, denn der Fahrer kannte die Straße nicht und hat erst mal eeewig im Stadtplan gesucht und dann ist die Straße auch noch dreigeteilt und nicht durchgehend, sondern durch Schienen, Park etc unterbrochen. Wir haben natürlich am falschen Ende angefangen zu suchen, aber ca. um acht waren wir dann endlich an der Haustür und wurden sogar mit Barbecue (Kartoffeln, Salat und Grillfleisch!!!) überrascht. Alex - vielen lieben Dank für die tolle Begrüßung! Und nun ist Schicht im Schacht, Dan ratzt schon hinter mir auf Alex' Bett, das wir ja für heute besiedeln dürfen.Morgen früh halb neun geht's dann auf nach Kamloops in die Halbwüste.

Bis dahin winke winke! Beste Grüße aus Vancouver und bis bald -

2007/08/20

AAAAH, morgen ist es so weit..


Nachdem wir nun noch ein tolles Wochenende in Schwerte verlebt haben und uns bei einem unschlagbar tolllen Abendessen und einer unglaublich langen Nacht auch von Julia und Henes persönlich verabschieden konnten (siehe Foto), ist nun bei uns das große Packen angesagt. Die letzten Ritzen der Rucksäcke werden gefüllt bis er aus allen Nähten platzt, alle Akkus nochmal geladen (schließlich will ich euch ja auch mit Fotos aus dem Flieger und vom Flughafen Vancouver beglücken!), die letzten Nahrungsmittel verschenkt und natürlich wird tausend mal kontrolliert, ob auch wirklich der Reisepass, die VisaCard und die Tickets mit im Gepäck sind. Ich bin jetzt doch schon recht aufgeregt und freu mich wie blöd aufs Fliegen - aber aufs Ankommen in Kanada natürlich noch mehr!
Hier also der letzte Gruß aus Deutschland. Der nächste folgt dann vielleicht schon morgen (bei euch dann aber übermorgen).

Winke winke udn nicht traurig sein, ihr Lieben. Wir sind ja bald wieder da!
Tschüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüssi

2007/08/11

Bauch- und Kopfweh (noch zehn Tage)


hallo liebe gemeinde,

heute muss ich mal wieder ran. ja, ich bin schreibfaul..
aber erstens geht es Julie schlecht, zwotens hat sie mal wieder keinen internetzugang und drittens ist das ja unser blog, da kann ich sie nicht die ganze schwere arbeit allein machen lassen.
inzwischen sind es also nur noch zehn tage bis zum abflug. die letzten formalitäten sind erledigt, ein supersparticket zum frankfurter flughafen ist bestellt (ob wir es bekommen, weiß keiner, aber im notfall fährt uns meine mutter zum flughafen) und jetzt fehlen nur noch ein steckdosenadapter (weil die herren nordamerikaner natürlich ein eigenes süppchen kochen müssen anstatt den richtigen standard zu verwenden) und kleinkram.
Julies kommilitonin Alex erwartet uns in Vancouver, um uns für eine nacht asyl zu gewähren. am 22. suchen wir uns dann an der Pacific Central Station in Vancouver unseren bus nach Kamloops. die tickets haben wir ja schon per internet gekauft, die sollten also am schalter bereitliegen.
Julie hat für ihre wohnung in Hildesheim noch immer keinen zwischenmieter, ich räum meine habseligkeiten grad in kisten, um platz zu schaffen für Max. Er wird in meiner abwesenheit hier wohnen und sich dann an meiner statt mit meinen beiden lieblingsmitbewohnern vergnügen dürfen. viel spaß dabei an dieser stelle. ;)
Julie hat eine postumleitung an ihre oma eingerichtet, meine postumleitung ist preiswerter und heißt Alex (einer meiner mitbewohner). er wird meine post zu meiner mutter bringen oder mir per skype vorlesen. macht er bestimmt gerne, aber er weiß noch nichts davon..
gehabt euch wohl und geduldet euch, die nächste meldung kommt vielleicht erst in zehn tagen, dann aus Vancouver.

2007/08/07

ein so schöner Abschied am Samstag

Vielen lieben Dank an Marko, Steffi, Orty, Alex, Oli, Helen und Karen, die am Samstag bei mir waren und mit Dan und mir noch ein paar Stunden verbracht haben, bevor wir ja nun bald fort sind. Ich fand, es war ein sehr schönes Beisammensein und auch ein netter Rundgang durch Hildesheim am Sonntag mit allen nachts bei mir Gebliebenen. Ich hab mich über jedenfalls über euren Besuch sehr gefreut und hoffe, euch hat es auch gefallen. An dieser Stelle natürlich auch gute Besserungswünsche an Leni, die ja leider krank wurde. Ich hoffe, dir geht's nun besser?

Hier jedenfalls auch mal ein paar Fotos - für alle, die da waren, alle, die hätten kommen wollen und alle, die sich sonst noch für unser großes Unterfangen interessieren.






















2007/08/01

und noch 20..


Liebe Grüße heute aus Ribnitz, meiner kleinen Heimatstadt in Mecklenburg. Warum ich hier bin? Meine Omi ist 70 geworden und darum habe ich mir eine kleine Auszeit von der Hausarbeit gegönnt, die allerdings so weit auch noch gar nicht fortgeschritten ist. Aber viele wichtige Bücher habe ich schon eingesammelt! Und die Biografie von Franz Kafka, geschrieben von seinem Freund Max Brod, hab ich sogar schon durchgelesen. Das Ende ist blöd, kann ich euch sagen - Kafka stirbt..

Was ist sonst noch so geschehen? Wir haben letzten Dienstag einen kleinen Abschied in Erfurt gefeiert, eigentlich als Nachgeburtstagsfeier für Dan iniziiert. Jetzt hat er auch endlich einen praktischen Trekkingrucksack und ist bestens auf unsere Reise vorbereitet (siehe Foto). An alle Gäste ein liebes Dankeschön fürs Kommen, fürs Beteiligen und beste Genesungswünsche an Sandra, die leider das Bett hüten musste!

Für den kommenden Samstag hat sich auch schon der ein oder andere angemeldet. Ich verspreche: es gibt auf jeden Fall Canadian Apple Pie (schrieb ich schon, oder?) und auch Cookies. Rest wird sich finden;) Ich freue mich jedenfalls auf euch - bis dann im schönen Hildesheim..

2007/07/22

noch 30!

Schon sind zehn weitere Tage verstrichen - Kinder, wie die Zeit vergeht! Und es hat sich auch wieder einiges an Kleinigkeiten getan:

Dan und ich haben inzwischen unsere TRU online-LogIn, sodass wir zum Beispiel unsere Kurswahl und den Stundenplan überprüfen konnten. Wie immer gab es auch hier aber erst einmal Probleme - weil es zunächst nämlich nicht funktioniert hatte, haben wir unsere Passwörter in allen möglichen Kombinationen durchprobiert bis wir dann schließlich vorübergehend gesperrt waren..

Zweitens werden wir nach unserer Landung am 21. eine Nacht in Vancouver bleiben. Alex, eine nette Hildesheimer Kommilitonin, die ich bisher aber nur über Tastatur und Bildschirm kenne, wird uns Unterschlupf gewähren und uns mit ihrem Freund Henning schon einmal einen Crashkurs durch alles, was man gesehen und gemacht haben muss, geben und vielleicht ein wenig Vancouver zeigen. Erst am nächsten Morgen fährt dann unser Bus nach Kamloops, für den wir auch schon die Tickets gekauft haben (jetzt, wo man eine welteröffnende Visa-Card hat, geht sowas nämlich..). 10.00 am ist Abfahrt und 3.20 pm sind wir dann da.

- Und beziehen vorläufig unser Supermotel mit Pool, Stadtblick und Aufräumservice. Dort bleiben wir erst einmal bis zum offiziellen Semesterbeginn, dem 4.September. Währenddessen wollen wir versuchen, eine günstige Wohnung zu finden, aber wenn das nichts wird, können wir auch einfach im Motel bleiben, denn ab eben dem Zeitpunkt gibt es Studentenpreise fürs ganze Semester, sprich es würde etwa 540 Euro zu zweit kosten, was ja durchaus machbar ist. Vorher allerdings zahlen wir leider den vollen Preis: 55 Can$ bzw ca 35 € pro Nacht fürs Zimmer..

Abgesehen von den Vorbereitungen für unser nächstes Semester ist auch mein Vordiplom inzwischen fortgeschritten: am Freitag habe ich die Prüfung im Beifach BWL geschrieben, sodass jetzt schon 3/4 hinter mir liegen. Nun fehlt noch die schriftliche Arbeit, für die ich nun mit der Recherche beginne.

Ach ja, und meine Bafög-Sachbearbeiterin in Ilmenau hat mir telefonisch mitgeteilt, dass sie den Antrag schon bearbeitet hat und ich demnächst Post bekommen werde - bin schon ganz gespannt. Aber zumindest hört sich das ja gut an, denn sie fügte noch hinzu, dass ich das Geld dann auch ab August auf meinem Konto haben werde. *freu*

So, nun aber Schluss für heute. Bis bald und beste Grüße..

2007/07/20

Abschiedsfeierei

So, ihr Lieben,

da schon von verschiedenen Seiten Anfrage erhalten: am Samstag, 04. August darf man sich bei Canadian Apple Pie und ner Flasche Wein von uns in Hildesheim verabschieden. Bitte meldet euch rechtzeitig, ob ihr kommt und wenn ja von/bis wann (gibt ja auch viele Nicht-Hildesheimer, die sicherlich übernachten wollen).

Freun uns auf euch,
D&J

2007/07/13

Kommentare

Da schon der ein oder andere Probleme mit dem Kommentieren hatte, haben wir diese Funktion jetzt umgestellt: Ab sofort könnt ihr auch schreiben ohne angemeldet zu sein.

Viel Spaß beim weiteren Lesen und beim Schreiben.

D&J

2007/07/12

noch 40 Tage..

So langsam rückt Kanada immer näher und die Freude immer größer -
Jetzt habe ich auch mein endgültiges Aufnahmeschreiben von der Uni bekommen, wieder fein auf strukturiertem Papier, ganz edel. Tracy heißt mich willkommen und schickt noch ein Formular dazu, auf dem ich ausfüllen muss, wann, mit welchem Flieger, um wieviel Uhr ich wo ankomme, ob ich abgeholt werden möchte, wo ich wohnen werde und und und. Rührend, wie man sich im Ausland (bei hohen Studiengebühren) um die Studenten kümmert. Unsereins dagegen bekommt von der Sparkasse nach Vorschlag des Präsidenten eine "Lounge" gespendet, die sich im nun nicht mehr vorhandenen Lesesaal der Uni-Bibliothek befindet, angeblich aus einer Couch mit furchtbarem Leopardenmuster und dazu Palmen besteht..
Nun denn. Ansonsten hat sich bisher nicht viel Neues ergeben, wir suchen weiter nach Unterkunft und ich nach Zwischenmieter. Einen neuen Anwärter habe ich schon: Julie aus Frankreich sagt mir Sonntag bescheid, wie sie sich entschieden hat.
Neues dann natürlich hier - bis dann, ihr Lieben!

2007/07/10

zweite mündliche Prüfung!

So, die zweite mündliche Prüfung meines Vordiploms liegt nun seit gestern Abend hinter mir:
Teil 1 drehte sich um Brecht in der Schule der DDR
in Teil 2 habe ich mich mit dem Reclam-Verlag auseinandergesetzt und überprüft, inwiefern Tradition und Billigbuch des Klassikerrepertoires für Massenpublikum noch Zukunft haben wird angesichts e-books und was es so alles schon gibt.
Wie auch in der ersten Prüfung bin ich meinen geplanten Aufbau der Prüfung mit meinen Thesen und Zitaten, die auf einem Papier vorbereitet waren, nicht recht losgeworden, weil es dann doch mehr ein Gespräch wurde, Herr Porombka, mein Literaturprüfer (also der Reclam-Teil) hat sogar plötzlich ein Planspiel aus der Prüfung gemacht, sich in den Reclam-Vorstand verwandelt und mich in den Zukunftsberater.. aber Spaß hat es irgendwie auch gemacht und da das meist ein gutes Zeichen ist, gab es auch eine entsprechend gute Note.
Was sich in den letzten Tagen allerdings auch ergeben hat ist, dass mein potentieller Zwischenmieter abgesprungen ist, sodass ich nun doch intensiv Aushänge geklebt habe. Bisher aber noch keine Antwort, allerdings sind ja auch diese Woche Aufnahmetests bei uns an der Uni und vielleicht ergibt sich dadurch ja etwas. Hoffentlich.
Außerdem habe ich per e-Mail jetzt meine endgültige Aufnahmebestätigung von der TRU bekommen. Nicht mehr lange! Ich freu mich schon so!
Aber vorher muss natürlich noch die schriftliche BWL-Prüfung geschrieben werden und die Vordiplomsarbeit. Aber dafür habe ich jetzt zumindest mehr Zeit als für die Vorbereitung auf die gestrige Prüfung. Also werden die nächsten Tage (hoffentlich) weniger stressig als die bisherigen und ich kann endlich auch einmal ein winziges Bisschen länger schlafen..

2007/07/02

good news und noch 50 tage..

Viele gute Nachrichten gab es in den letzten Tagen.
Über die endliche Problemlösung beim Einziehen meiner Studiengebühren schrieb ich ja bereits.
Zweitens hatte ich ja am Donnerstag meine erste Vordiplomsprüfung im Nebenfach Kunst und sie ist hervorragend gelaufen, sowohl der theoretische Teil als auch die Verteidigung und Reflexion zu meinem Schablonenprojekt. Mir wurden beste Qualitäten als Kunstvermittlerin zugesprochen und empfohlen, mit meinem Projekt doch in den vier angesprochenen Städten Rostock, Halle, Hildesheim und Erfurt auf Tour zu gehen und in Kunstzentren oder ähnlichem den Bürgern street art nahe zu bringen. Die Note: sehr gut, dazu die Bemerkung: Mach weiter so, das war wirklich klasse. Freut mich natürlich sehr und ermuntert auch für die nächste Prüfung am kommenden Montag, auch wenn ich hierfür jetzt nur zehn Tage Zeit habe und mir meine zwei Themen erst noch erschließen muss. Wer etwas zur Behandlung Brechts in der Schule der DDR weiß oder Deutschlehrer aus DDR-Zeiten kennt, wende sich bitte umgehend mit seinen Infos an mich!
Am Freitag dann schrieb mir mein Anwalt, dass die Staatsanwaltschaft meine Anklage wegen Betruges des Bafögamtes in meinem ersten Ausbildungsjahr fallen gelassen hat. Dieses ganze Unterfangen hatte mich, für alle, die sich jetzt wundern, Anfang des Jahres überrascht nachdem ich letztes Jahr gebeten wurde, bei der Überprüfung meiner Angaben von 2003 mitzuwirken und schließlich Anfang des Jahres eine Nachzahlung zu leisten hatte. Nachdem dann einen Monat kein neuer Brief gekommen war, dachte ich, es sei damit beglichen, aber leider war dem nicht so gewesen, sondern man hatte mich ins Polizeipräsidium Hildesheim zu einer Stellungnahme bestellt. Aber nun ist ja doch alles gut und mir ist seit Freitag natürlich wieder ein wenig leichter ums Herz.
Außerdem hatte ich am Freitag einen Besichtiger für meine Wohnung, der sich noch am gleichen Tag entschied, hier Zwischenmieter sein zu wollen und so Eigentümer und Hausverwaltung mitspielen, habe ich also auch (hoffentlich!) recht schnell und beim ersten Versuch mein Wohnungsproblem gelöst.
Alles in allem also bester Sonnenschein im Leben, ich hoffe, euch geht's auch allen gut. Hier an dieser Stelle auch einmal liebe Grüße an Nadi, die mir per Mail schrieb, sie würde immer fleißig lesen, aber leider ihren Kommentar gelöscht hat bevor sie ihn veröffentlichen konnte. Macht nix - wir freuen uns trotzdem.
Bis demnächst
eure Kulturvermittlerin ;)