2007/11/27

winter..

Der erste Schnee fällt seit Stunden und Kamloops ist inzwischen ganz weiß mit Zucker bedeckt. Die Katzen scheinen es nicht sonderlich zu mögen, aber wir freuen uns über den winterlichen Weihnachtsboten. Hoffentlich ist morgen früh noch alles da!
Inzwischen ist die letzte Uniwoche angebrochen, in der es noch Seminare gibt. Danach folgen dann zwei Wochen frei zum Lernen für die Klausuren, die wir schreiben werden. Schon seltsam; am Donnerstag ist alles vorbei. Nicht alles natürlich, aber die Uni. Gemeinsame Seminare mit Dan. Zusammen zur Uni zu fahren. Jeden Morgen hoffen, dass sich der andere zuerst ins Bad quält, sodass man selbst noch eine kleine Weile schlafen kann. Jeden Tag alle um sich herum englisch sprechen zu hören, ununterbrochen. Englische Bücher und Texte lesen zu müssen. All das ist dann vorbei. So schnell soll ein ganzes Semester vorbei geflogen sein? Unglaublich..
Ich habe gestern von Genevieve erfahren, dass in Kanada gar kein Advent gefeiert wird. Kein Kranz, keine vier Kerzen. Heute wollte sie für uns eine Art Kranz mit Kerzen kaufen gehen, aber es gab nichts Passendes. Lieb von ihr, finde ich. Wir werden wohl einfach unsere Reisekerze handmade by Claude und Robert umfunktionieren bis das Reisen weitergeht.
Aber es gab Adventskalender mit Schokolade im Supermarkt für einen Dollar. Mal sehen, wie gut die Füllung ist. Wir haben uns nämlich gegenseitig einen Kalender gekauft. So hat jeder eine Süßigkeit am Morgen und zusammen öffnen wir die Türchen am Kalender aus dem Brief von Robert und Claude. Und am Sonntag wird der Stollen angebrochen, der seinen weiten Weg aus Deutschland zu uns gefunden hat. Dazu gibt es dann vielleicht sogar selbst gebackene Plätzchen in Ahornform (natürlich!). Ach, es wird Weihnachten..
Heute hänge ich mal einFoto von dem zerstörten Postpaket mit an meinen Eintrag. Man muss das schließlich gesehen haben. Ansonsten hoffe ich, dass es bei euch auch angenehm winterlich wird und auch wieder ein paar Kommentare eintrudeln nach all der Fotoflut, die wir hochgeladen haben letzte Woche.
Winke, winke!

Tausende Kilometer hat es zurückgelegt, ward geöffnet, zerstört, neu umwickelt, in Plaste verpackt und weiterverschifft bis es endlich die Linden Avenue erreicht hatte - welch eine Odyssee für das Paket!


Schaut, hier ist unser Adventskalender, den uns Claude und Robert geschickt haben. Vielen lieben Dank, ihr zwei, wir sind hocherfreut und werden uns immer artig abwechseln mit dem Öffnen der Türchen!

2007/11/25

im zentrum des universums..

Heute haben uns Genevieve und Levon zum Zentrum des Universums mitgenommen. Das heißt, so richtig konnten wir es nicht finden; es hat sich vor uns versteckt und war nicht ausgeschildert. Irgendwo um die Dead Man Falls herum soll es sein, circa 2 Autostunden von Kamloops entfernt. Wir haben uns auch sehr zentral gefühlt - nach langem Gekurve durch First Nations-Siedlungen, vorbei an Cowboys und riesigen Kühen, entlang sehr engen Straßen nahe dem Abgrund, vorbei an einem verunglückten Auto an der Klippe und nach vielen verschiedenen Seen hatten wir endlich etwas wie einen Parkplatz gefunden und unser Glück versucht. Vielleicht war es die Mitte von allem, aber auf jeden Fall war es der Wasserfall, den wir gefunden hatten. Pretty amazing, sage ich euch! Halb gefrorene Unmengen von Wasser, die in weiteres Eis hinabstürzten. Unglaublich.
Und während ihr nun Bilder anschaut (es gibt auch endlich welche von Pazifik und Regenwald im entsprechenden Eintrag!), sitzen wir inzwischen wieder zu Hause, bei Soljanka und Weißbrot und freuen uns über einen Brief mit Foto und kleinem Adventskalender von Robert und Claude (danke euch tausendfach!)..


2007/11/22

mehr Rocky-Fotos

Heute früh haben wir das erste final exam hinter uns gebracht und es war gar nicht so schlimm, denn wir durften mit Unterlagen arbeiten. Außerdem sind diese Woche restliche Essays abzugeben gewesen und jetzt ist erst einmal Verschnaufen angesagt bevor es weiter geht. Diese Pause habe ich genutzt, um erstens ein neues Objektiv (Tele, juchu!) zu meinem Equipment hinzuzufügen und zweitens, um endlich den dritten Stapel Rocky-Mountains-Fotos nachzureichen, auf den ihr sicher alle sehnsüchtig gewartet habt. Damit alles beieinander ist, klemmt er aber am letzten Stapel dran, bzw ist er kurz davor. Ihr müsst also etwas nach unten scrollen für die Bilder, bis zum 5.11., direkt nach der "Fragerunde" sind die Bilder. Viel Spaß beim Schauen!

2007/11/20

Pakete!

Hurra, hurra, die Post ist da!
Heute gab es einen immensen Paketregen, der gerade richtig inmitten der ersten großen Verzweiflungsphase ankam. Genauer gesagt hat Genevieve als sie nach Hause kam und uns inmitten tausender Bücher panisch Hausarbeiten schreibend fand, zwei Pakete hervorgezaubert: eins von Alex und Dans Mutti und eins von meiner Omi. Das hat uns natürlich sehr gefreut und wir haben uns sofort auf die Ankömmlinge gestürzt. Was drin ist, sah man schon von außen, denn schließlich müssen diese Angaben für den Zoll ersichtlich sein. Von Alex und Ulla gab es ganz viele Milka-Tafeln, Ritter Sport, Sarotti-Pralinen und zwei riesige Tüten Knusperflocken (Juchu, juchu! Hoch leben sie!); von Omi ein Stollen (nochmehr Juchus!) sowie eineinhalb große Tafeln Milka-Schokolade. Ja, eineinhalb. Denn genauso wie Alex aus seinem Paket ein paar einzelne Knusperflocken entfernen musste, musste die Omi eine halbe Schoki allein essen, weil das Gewicht sonst zu viel fürs Paket gewesen wäre. Irgendwie skurril, finde ich. Da bekommt man ne geöffnete Tüte Knusperflocken. Skurril auch Alex' Text zum Paket, der in den Deckel geschrieben war, um Gewicht zu sparen und die sich dort befindende Beschwerde über die Tatsache, dass Ulla einen Briefumschlag für die Nachricht an uns verwendet hat. Aber noch viel skurriler war das kleine Zettelchen, dass Gen mir vorhin gezeigt hat, auf dem die kanadische Post vermerkt hat "Wir haben ihnen was im Hof versteckt", denn als sie lieferten, war niemand da. Das Versteck befand sich übrigens hinter dem alten Plymouth, der ja hier im Carport rumsteht.
Jetzt mampfen wir nun an der offenen Knuspertütenpackung herum, sind endlich mal ganz motiviert, unsere Essays fertig zu stellen und freuen uns des Paketanblicks neben uns. Omas eigentlich unzerstörbares DHL-Päckchen hat es übrigens ganz schön mitgenommen. Normalerweise kann ich mich da drauf setzen und es macht nicht mal mucks. DIESES aber ist eingedellt bis aufs argste und war in eine zusätzliche Plastiktüte gesteckt worden mit der Entschuldigung für dieses Übel. Auch haben tausende Post-Tesastreifen den Karton zusammengehalten und die schöne Postkarte vom Bersteinmuseum am Stollen befestigt. Ich habe noch nie ein so zerstörtes Paket gesehen - aber sei beruhig, Omimi, Stollen und Schokolade selbst haben keinen Schaden genommen.
Also vielen lieben Dank unseren Gönnern! Wir freuen uns gigantisch und winken euch bis nach Hause *alle umarm*.

2007/11/13

Wetter, Stromausfall, profillose Reifen und andere Katastrophen

der montag morgen begann düster. als ich aufwachte, dachte ich: mmh, dunkel, wird noch nich um sechs sein. und der radiowecker hatte auch noch nix von sich gegeben. allerdings blinkte die uhrzeit...da fiel mir das flackern der lichter am abend vorher ein. irgendwann in der nacht hatte es offenbar einen längeren stromausfall gegeben. blick auf die gute chinesische armbanduhruhr: mist, schon halb acht, wir wollten eigentlich halb sieben schon fort sein, der weg nach haus ist schließlich lang und beschwerlich. nach dem duschen ein weiterer stromausfall, der auch anhielt. also im halbdunkel gepackt, ohne kaffee gefrühstückt, ausgecheckt, noch schnell ein paar fotos vom meer gemacht und losgefahren. immernoch alles dunkel, die ganze insel schien ohne strom zu sein. zwei kurze stopps gab es am pazifik, um sich nochmal die 5 meter hohen wellen anzusehen und vor der brandung zu flüchten. nach einigen kilometern haben wir noch einmal am rainforest trail haltgemacht, um den zweiten pfad zu besichtigen, nachdem wir am sonntag den anderen gesehen hatten. einfach unglaublich. ich war bisher noch nie in einem regenwald. riesige, 800 jahre alte bäume, hängende moosgärten an den ästen, tümpel und bäche überall zwischen unterholz und farnen. unbeschreiblich, schaut euch die bilder an. die straße nach Port Alberni war wie auf dem hinweg eng, kurvig und steil, diesmal zusätzlich noch teilweise überflutet und mit baumresten belegt. es hat offenbar recht heftig gestürmt. in Port Alberni gab es einen kurzen stopp für benzin und zweites frühstück. diesmal haben wir uns getraut und bei A&W den kaffeepott mitgehen lassen. nach Nanaimo ging es relativ zügig und bei sonnigem wetter. in der nähe der fährstation angekommen, schwante uns nichts gutes: wir wurden entlang einer zweispurigen, ca. 2 km langen autoschlange geleitet, um uns hinten anzustellen. wie wir heute hörten, waren wegen des sturms und des stromausfalls wohl vormittags einige fähren ausgefallen. ständig von schlauen menschen mit reservierung überholt, standen wir nun von 13:30 bis 19:15 in der masse der anderen gestrandeten und passten dann gerade noch so auf die fähre. die nächste (und letzte) wäre 2 stunden später gefahren. um zehn nach neun waren wir dann in Horseshoe Bay, Vancouver angekommen und hatten noch 370 km vor uns. ich drückte also mächtig auf die tube, was angesichts der überraschenderweise trockenen straßen kein problem war. ab Merrit begann es dann zu regnen, was uns etwas verlangsamte. das hauptproblem unseres mietwagens war nämlich, zusätzlich zu seiner generellen schrottigkeit und dem übermäßigen benzindurst, seine extrem abgefahrenen ganzjahresreifen auf der vorderachse, die mir leider erst in Victoria aufgefallen waren. aquaplaning vom feinsten... aber es sollte noch deutlich schlimmer kommen. die kürzere strecke nach haus hat einen nachteil, sie ist steil (8-10%) und schneegefährdet. natürlich lag auf dem Coquihalla Highway ab etwa 900 meter höhe kräftig halb festgefahrener schnee, und wir mussten auf 1.244 und 1.445 m hohe pässe, um nach haus zu kommen. das war dann nicht mehr spaßig. ich hab mich hinter einen Greyhound-Bus geklemmt, um zu sehen, wie schnell und wo lang man fahren kann. nach einiger zeit waren meine arme, hände und der rechte fuß ziemlich verkrampft, und am steilsten hang sah es einige male so aus, als ob die räder nur noch durchdrehen würden und wir da einfach liegen bleiben würden. nach über einer stunde und vielen rutschigen auf- und abfahrten waren wir aus dem schnee raus und nur noch etwa 30 km von Kamloops entfernt. ankunft war dann erst um 1:45. nach einer heißen dusche durfte ich für 4 stunden schlafen gehen, um dann heute festzustellen, dass ich einen fehler in meiner planung begangen habe: die große hausarbeit für meinen geschichtskurs ist nicht nächste woche fällig zur abgabe, sondern heute...

Und hier ein Fotonachtrag von mir ;)

what a weekend!

Puh, was für ein Wochenende. Es scheint, Dan und ich haben jeder seinen Kopf samt Gedanken irgendwo liegen lassen, denn eins nach dem anderen wurde von mir verschludert, von uns vergessen. Der dicke Hammer kam schließlich heute früh nach dem Abgeben des Huyndais beim EggMcMuffin-Frühstück: Dan muss heute nachmittag seine Geschichts-Hausarbeit abgeben...
Aber erst mal der langen, langen Reihe nach.
Wie bereits kurz berichtet (und auch schon kommentiert - freu!), sind wir am Freitag irgendwann im Dunklen in Victoria angekommen. Kurz noch zur Fährfahrt: die war toll, wenn leider auch die Aussicht nicht mehr so brilliant war (dunkel). Das Schiff schaukelte kaum, ich war fast die ganze Zeit draußen und habe den Lichtern auf den kleinen Inseln, die wir umrundeten, nachgehangen. Dan arbeitete fleißig an seinem Virgil-Essay, den ich schon zumindest im Grundgerüst fertig hatte. Mit der Weiterfahrt nach Victoria erreichten wir übrigens das westliche Ende Kanadas - zumindest das westliche Ende des Highways Nummer 1, der ja bekanntlich einmal waagerecht durchs Land geht. In Victoria angekommen, hatte der Regen sich inzwischen entschieden, auf dem Festland zu bleiben und so machten wir einen ausgiebigen Spaziergang durch die wunderschöne Stadt. Unser Ziel, einen Geldautomaten zu finden, der uns mehr als 600 Dollar ausspuckt (weil wir bis 800 Euro die Mindestgebühr von 4 Euro zahlen, lohnt sich weniger nicht), haben wir zwar nicht erreicht, aber dafür öffente sich eine bestaunenswerte Ecke nach der nächsten. Skurril war die Beleuchtung des Parlamentgebäudes, das mehr an Disneyland erinnerte, weil eine Lichterkette um den gesamten Umriss gelegt war. Davor die stille Hafenkulisse mit Booten kleiner Größenordnungen bis zu einer riesigen Yacht. Ein paar (riesige!) Möwen dazu, ein laues Lüftchen - ach wie idyllisch! Allzu groß ist die Innenstadt aber zum Glück nicht, sodass wir schon an diesem Abend eigentlich alles Wichtige und Nette zumindest bei Nacht gesehen hatten, auch den größten Teil der viktorianischen Häuser und der Bummelmeilen. Spät spät abends fielen wir dann todmüde ins Hostel-Bett, um am nächsten Morgen bereits kurz nach sieben die Bettdecke wieder von uns zu werfen.
Eigentlich hatten wir die folgenden Stunden etwas straffer geplant, aber es kam erstens dazwischen, dass wir noch immer kein Bargeld hatten (was momentan problematisch ist, weil unsere Visakarten nicht immer zu funktionieren scheinen), zweitens fiel mir irgendwann auf, dass mein besseres Kameraakku nicht mehr da war. Also zurück zum Hostel, dass sich übrigens in einem sehr netten und für kanadische Verhältnisse auch alten Gebäude befand. Leider blieb jegliche Suche in Zimmer, Betten und sich schon in der Waschmaschine befindender Wäsche ebenso erfolglos wie die in allen unseren Taschen. Ein wenig betrübt, aber nicht gewillt, den Tag damit zu verderben, machten wir uns dann erst gegen zehn auf kostengünstige Parkplatzsuche und starteten unsere Tagesentdeckungstour durch die Hauptstadt, nun von der anderen Seite der Hafenbucht aus. Auch ein besonders leckeres Frühstück in einem französischen Café gab es. Ich aß wieder einmal Buttermilch-Pancakes und diesmal war der angebliche Ahornsirup wirklich einer, ungemischt mit anderen Zuckersirups. Sehr, sehr lecker. Und dazu gab es warme Beerenfrüchte. Ein Abstecher in den Market Square, der mich sehr an Covent Garden in London erinnerte, bescherte uns dann sogar einen sich gerade in Bearbeitung befindenden Totempfahl und einen kurzen Chat mit dem Künstler. Beeindruckend! Und wie aromatisch das Zedernholz roch, aus dem der totem pole bestand. Mmmh. Nache iner kurzen Pause wegen einer Regenhusche ging es dann weiter ins kleine, aber feine Chinatown. Sogar die Telefonhäuschen und die Papierkörbe, sogar die Straßenschilder waren auf China eingestellt. Alles sehr toll und vor allem rot :). Durch weitere schöne Straßen mit meist bunten Häusern im viktorianischen Stil und ab und zu überholt von roten Doppeldeckerbussen (ja, so britisch ist es hier!) schlängelten wir uns dann zurück zum Parlament, das am Tage weniger nach Disney als viel mehr nach eben einem imposantem Parlamentsgebäude aussah. Ich wollte gerne hinein gehen, um die Deckenmalereien anzusehen, um die es gerade viele Diskussionen gibt, weil sie First Nations zeigen, wie sie helfen die Stadt zu bauen, aber die Frauen etwa darauf sind alle nackt, was jetzt als Diskriminierung angesehen wird, weil diese so zu reinen Sexobjekten gemacht werden. Oder so. Jedenfalls, wie gesagt, blieb mir das leider verwehrt, denn aus lauter Ehrung für die Veteranen war es an diesem Remembrance-Day-Wochenende geschlossen. So machten wir uns auf in den Thunderbird Park und ja, das hört sich nach Totempfählen an. Es gab dort neben dem traditionellen Kwakwaka'wakw "big house" etwa 10 riesige ältere und neuere Totempfähle zu bewundern und gleich um die Ecke befand sich das älteste Haus von Victoria und ganz BC, das 1852 errichtet wurde, aber nach und nach Anbauten bekam. Auch eine "alte" Schule gab es, natürlich mit separatem Eingang für Jungs und Mädels.
Schließlich krönten wir unseren Tag in Victoria mit einem Besuch des Royal British Columbia Museums, in dem es eine Etage gab, die der Entstehung und Natur BCs gewidmet war sowie Darstellungen der Zukunft bei Klimaerwärmung. Dort stand sogar ein Mammut rum. Und man durfte zumindest hier knipsen. Inzwischen hatte ich mir auch einen neuen Akku zugelegt, der sich während unseres Rundgangs bei der Info zum Laden befand. Das obere Geschoss jedenfalls beherbergte zwei Ausstellungen: zunächst bewältigten wir eine Reise in die Vergangenheit der Stadt und der Province. Es gab Nachbauten alter Häuser, in die man hinein gehen konnte und die natürlich voll ausgestattet waren, es gab ein altes Auto dazu, einen Stummfilm, verschiedene Utensilien der Zeit wie Kleidung oder Spielzeuge (Miss Piggy!), es gab eine Reise in die Goldminen, in eine Lachsverarbeitungsfabrik, eine Mühle, die Wasser zum Goldwaschen auf ein Fließband schaufelte, gab es und schließlich sogar die Discovery, mit der George Vancouver in Nootka Sound (im Norwesten von Vancouver Island) 1792 anlegte. Alles sehr beeindruckend und geschichtsträchtig. Eigentlich schon völlig erschlagen und inzwischen sehr fußlahm wollten wir dennoch nicht die hoch gelobte Ausstellung zu BCs Natives auslassen und so ging es auch noch in den dritten Teil des Museums; in dem war das Fotografieren jedoch leider verboten. Ich muss sagen, unser Entschluss hat sich dennoch sehr gelohnt, denn hier befindet sich die Sammlung all der alten (und neueren) Masken, die bei den traditionellen Riten getragen wurden, von den Siedlern und auch später zu den Zeiten der Reservate etc. von den First Nations entwendet wurden und nun schließlich ihren Stämmen zurückgegeben werden konnten, von welchen sie zum Teil nun dem Museum zur Verfügung gestellt werden. Außerdem gab es noch viel beeindruckende Kleidung, Kanus usw. als im Kamloopser Museum sowie auch alte Waffen und einen Nachbau von diesen Hütten, die wir ja schon kannten. Was wir auch lernten ist, dass den Raben die Welt gehört und wir uns bitteschön zusammenreißen sollen, auf ihr so viel Unfug zu machen.
Gegen halb fünf, gerade noch in der beginnenden Dämmerung, steuerten wir schließlich auf Tofino zu, unser Ziel im Westen der Insel, gelegen zwischen Regenwald und Pazifik. Dass wir das an diesem Tag nicht mehr erreichen würden, war gewiss, denn im Hostel prophezeite man uns eine Fahrt von mindestens 5einhalb Stunden. Auch war das Hostel dort bereits ausgebucht - wir hatten telefonisch reservieren wollen, aber das wurde dann nichts. Also fuhren wir so weit uns Auto und Wachheitsgrad tragen konnten, was dann Port Alberni war. Dieses Örtchen ist sehr witzig, denn es liegt mitten im Land, aber trotzdem im Pazifik. Die Westküste besteht nämlich mehr so aus Fjorden und ein langer Arm des Pazifiks reicht eben weit in die Insel hinein. Das nutzte man natürlich aus und siedelte dort eine kleine Hafenstadt an. Im Dunkeln und inzwischen auch schon seit langem wieder im Regen machte sie allerdings nicht viel her und das im Lonely Planet beschriebene Gasthaus hatte die Saison schon beendet, wie auch die meisten anderen erschwinglichen Vorschläge unseres sonst so vertrauenswürdigen Reiseführers. Da aber mein tapferer Chauffeur Dan furchtbar müde war und ein weiterer langer Tag vor uns lag, kam im Auto zu schlafen nicht so recht in Frage und schließlich übernachteten wir in einem nicht ganz billigen Motel für 85 Dollar. Das war allerdings bis auf eine fehlende Küche herrlich und mit unserer bisherigen Motelerfahrung nicht zu vergleichen. Ich nahm dann vor lauter Freude über die anwesende Wanne auch gleich ein Bad und nach einem knappen Abendessen mit Brot und einer Dose Fisch sowie ein wenig Fernsehen schliefen wir selig ein. Der nächste Morgen begann wieder früh und mit einem erneuten Verlust, den wir erst am Abend bemerkten: unsere (oder viel mehr Genevieves) Tupperdose befand sich noch im Kühlschrank mit samt unseres großen, leckeren Stückes Käse darin. Sehr ärgerlich. Als wir am Sonntag auf der Rückfahrt noch einmal am Motel anhielten und nachfragten, hatte es leider niemand gesehen und es war auch nicht mehr da, wo wir es gelassen hatten.
Jedenfalls fuhren wir guter Laune durch Niesel weiter nach Westen und am Pazifik angekommen wurde erst einmal in Ucluelet gefrühstückt. Dabei lief uns eine Reihe Fahnenträger mit Mounties und Veteranen über den Weg, die schnurstracks in die Kirche stiefelten, denn es war ja Sonntag und Remembrance Day. Leider hatte aus eben gleichem Grunde aber auch kaum Geschäfte oder potentielle Nahrungsspender offen, aber im Blueberries Café fanden wir ein gemütliches Plätzchen und ich erhielt Blaubeer-Buttermilch-Pfannkuchen. Sehr lecker und voller Früchte im Teig. Außerdem konnten wir hier eine Frühstücksportion Marmeladen- und Erdnussbutterpäckchen abfassen, die uns am nächsten Morgen sehr gelegen kommen sollte.
Frisch gestärkt wurde weiter Tofino angepeilt, allerdings mit zahlreichen Zwischenstopps, denn schließlich wollten wir ja hauptsächlich die Gegend tatsächlich sehen, nicht das Auto oder die Scheibe. Erster Halt war am Wickaninnish Beach, der uns einen prächtigen Blick auf den Ozean gewehrte, wenn wir auch von oben sehr nass wurden. Den neoprenbeanzugten Surfern machte der Regen dagegen überhaupt nichts aus - in Massen versuchten sie sich an den hohen Wellen und scheiterten (zumindest so lange wie wir am Strand waren). Der nächste Wanderweg führte uns durch einen Brokkoliwald - nicht lachen, die Landschaft heißt wirklich so. Die Bäume sehen nämlich alle aus wie riesige Brokkoliröschen. Wirklich Faszinierend. Leider konnten wir die fleischfressenden Pflanzen, von denen unser in Port Alberni gefundener Inselführer schrieb, nicht ausfindig machen und das kleine Begleitheftchen, das es am Anfang des Weges gab, war innerhalb von Sekunden durchgeweicht, sodass wir auch nicht wussten, wonach wir suchen müssen. Meine Kamera übrigens war provisorisch in einer Plastetüte gewickelt, ein Loch für den Sucher, eins fürs Objektiv, ohne Ahnung, wie das Bild ausschaut und mit plötzlichem Aufgeben des neuen, angeblich vollen Akkus.
Erschwerten Bedingungen zum Trotz, entschieden wir uns natürlich auch noch für eine weitere Wanderung, diesmal durch den Regenwald. Jetzt wisst ihr auch: Da wo die beiden waren regnet es scheinbar immer, sonst gäbe es schließlich keinen Regenwald. Eben das dachten wir uns auch, und daher ließen wir uns ja auch gar nicht weiter vom Nass stören. Immer wieder das jeweils leere Akku im Schutze meiner selbst und meiner Kaputze wechselnd und hoffend, dass sich das jeweilig andere vom Kälteschock draußen in der warmen Tasche erholt, konnte ich sogar einige Fotos von hier schießen. Es war jedenfalls ein unvergessliches Erlebnis - all die riesigen Bäume mit den gigantische Flächen bedeckenden Moosen am Stamm, all die Farne und vor allem das Grün! Unglaublich. Einfach nur toll. Ihr dürft euch hier allerdings keinen tropischen Regenwald vorstellen. So warm ist es hier nun auch nicht, es ist eine Art "gemäßigter Regenwald" oder so. Mit Raben. Natürlich. Dumm war leider, dass durch Moose und Regen der Weg recht rutschig war an einigen Stellen und nichts Böses ahnend sah ich plötzlich den armen Dan mitten im Wald auf dem Boden liegen. Der war zum Glück weich und auch sauber gewaschen, aber Dan hatte sich an den Hölzern des Pfades verletzt und humpelte den Weg zurück. Aber der Schmerz legte sich scheinbar relativ schnell, sodass er darauf bestand, auch weiter unsere babyblaue Kutsche zu fahren. Die übrigens abgefahrene Reifen hatte und deren Seitenfenster sich nicht per Scheiberunterfahren reinigen ließen, was fürs Fotografieren natürlich sehr ärgerlich war.
Am frühen Nachmittag erreichten wir dann Tofino - und mussten feststellen, dass alle halbwegs günstigen Herbergen in der Stadt absolut randvoll waren oder nur noch ein Bett hatten, dass sie uns nicht (da wir ja zwei waren) geben wollten. Nach langer Sucherei fanden wir dann ein Motel für 70 Dollar die Nacht. Immerhin. Problem war ja auch, dass wir völlig durchnässt waren und froren und also wieder auf jeden Fall eine Art Zimmer brauchten. Am besten mit Küchenopportunity irgendwo, denn wir hatten ja noch lauter Dosen am Start. Unser Motelzimmer hatte dann auch eine Mikrowelle, allerdings keinerlei Besteck und auch keinen Dosenöffner. Wir hatten all das auch nicht mitgenommen, da wir es das letzte Mal nicht gebraucht hatten. Es ging also eine Odyssee um das Abendessen los; niemand hatte einen Dosenöffner und bei dem einzigen, den es zu kaufen gab, zweifelten wir den Nutzwert an. Alternative: Essen gehen oder Imbiss. In Tofino, beliebtes Örtchen direkt am Pazifik, Startpunkt für tausenderlei Touri-Ausflüge und Hauptstadt des Whale-Watchings, gab es aber natürlich keine Imbisse oder ähnliches, nur teure Restaurants. Als wir schließlich, seit dem Frühstück ohne Nahrung, entschlossen hatten, unsere Motelgaststätte zu beehren und auch schon saßen, ein Bier bestellt hatten, sagte uns die Bedienung dann, das es heute nur Büffet gebe, für 40$ pro Person. Das war uns dann doch zu viel und wir besorgten uns den fragwürdigen 2-Dollar-Dosenöffner sowie Besteck im Kramladen, schafften es tatsächlich unsere Ravioli, Dans Spinatsuppe und meine Nudel-Tomatensuppe zu öffenen und verschlangen schließlich drei ganze Dosenmahlzeiten. Derweil versuchten wir, unsere Klamotten zu trocknen - besonders mein Mantel hatte bei der abendlichen Rumstreunerei viele kg an Wasser zugelegt und zweifelnd, ob er jemals wieder trocknen würde knipsten wir das Licht aus. Das heißt, ich schrieb noch an meinem am Dienstag (also heute) abzugebenden Essay weiter bis er nur noch einen Korrekturschliff von Dan brauchte, die er am nächsten Tag dann während unserer ewig langen Fährwarterei auch erhielt. Aber ich greife vor.
Den Montag lasse ich für Dan übrig und damit bleibt mir nur noch ein Schlussstatement: ein sehr anstrengendes, verlustreiches, nasses aber auch spannendes, erlebnisvolles und schönes Wochenende auf einer atemberaubenden Insel war es! Obwohl wir gar nicht alles sehen konnten, was wir uns eigentlich vorgenommen hatten. (Und wann erhole ich mich jetzt?)

Tag 1: über Vancouver zur Insel

Tag 2: in Victoria

Tag 3: von Port Alberni über Ucluelet, Pazifik und Regenwald nach Tofino

2007/11/10

wir haben's getan!

Wie Dan ja bereits angekündigt hatte, sind wir heute gen Osten gefahren. Heute morgen um acht wurde der Mietwagen abgeholt- und: Überraschung! Es ist ein puderquastblauer (die Farbe heißt wirklich so) Hyundai. Er ist nicht so ganz das, was Dan sich gewünscht hat, denke ich, aber zumindest schreit er nicht schon nach wenigen Kilometern nach einem Ölwechsel. Nachdem der Wagen dann beladen war, ging es halb neun los Richtung Vancouver. Wir entschieden uns doch für die kürzere Strecke und werden die lange, aber schöne für die Rückfahrt am Montag im Auge behalten. Aber heute hat es bis Vancouver fast ausschließlich geregnet, sodass es sinnlos gewesen wäre, sich länger als nötig durchs Land zu bewegen.
In Vancouver haben wir's dann getan - wir haben uns für je 500 Dollar den Greyhound Discovery Pass für 15 Tage ab dem 22. Dezember gekauft. Ich bin so aufgeregt! Wir werden also um den 17. rum mit einer "durchgehenden" Fahrt, sprich ohne weitere Aufenthalte, gen Quebec City steuern und dann am 22. die Tour zurück nach Kamloops mit vielen, vielen Stopps und sicher vielen Erlebnissen starten. Ich freue mich schon so.
Aber jetzt sind wir natürlich erst einmal in Victoria, BCs Hauptstadt. Hier ist es unglaublich toll, ich mag dieses idyllische Örtchen, wenn wir es bisher auch nur im Dunkeln begutachten konnten, da die 3-Uhr-Fähre (Victoria liegt ja schon auf der Insel vor Vancouver im Pazifik) schon voll war als wir kurz nach zwei am Hafen eintrudelten und wir daher bis um fünf warten mussten mit dem Übersetzen. Da war es natürlich schon nachtschwarz. Schön war die Fahrt trotzdem und eine große Runde durchs britisch-amerikanische Victoria haben wir auch schon gedreht. Aber jetzt bin ich nur müde - drum gute Nacht und bis bald!

2007/11/08

Wochenendausflug nach Vancouver Island

am kommenden (langen) wochenende wird wieder mal ein armes mietauto viele kilometer von uns die berge rauf und runter gequält werden. wir werden erstmal nach Vancouver fahren, vermutlich über die längere, schönere strecke und uns dort am Pacific Central-bahnhof unseren Discovery-Pass für die tour von Quebec City nach Kamloops für dezember kaufen, weil die Greyhound-angestellten hier nicht so richtig in der lage waren, uns dabei zu helfen. von dort gehts dann nach Victoria auf Vancouver Island. da die insel mächtig groß ist, wird es schwer werden, sich alles schöne anzusehen. aber Nanaimo, Victoria, Tofino und Campbell River stehen erstmal auf dem plan. mal sehen, was wir noch alles schaffen. durch den Remembrance Day wird der montag ja frei sein, also haben wir etwas mehr zeit. hier ein kleiner überblick:

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2007/11/06

Cliffhanger am Sonntag

der sonntag begann mit der zeitumstellung. die winterzeit beginnt seit diesem jahr in nordamerika schon mitte märz und endet eine woche später als in europa. dadurch waren wir euch für eine woche eine stunde näher, also nur noch acht stunden zeitverschiebung und konnten am sonntag eine stunde länger schlafen, was uns sehr gelegen kam nach dem gelage am tag vorher. nach einem ausgiebigen frühstück wollten wir eigentlich alle vier zum zentrum des universums fahren, um dort ein bisschen rumzuwandern. leider war der tag schon halb rum und besagtes zentrum zu weit entfernt. wir entschieden also, in der nähe der geisterstadt Tranquille, die nur aus verlassenen asbestgebäuden besteht, ein wenig die berge zu erklettern. wir haben wieder einige Big Horn Sheep gesehen, diesmal waren sie aber wenig fotogen und zeigten uns nur den weißen hintern. an einer schönen schlucht angekommen, wurde der truck geparkt und hochgewandert. Genevieve hat uns fein alle gesteinsformationen erklärt und es gab jede menge Wüstenbeifuß und kakteen zu sehen. relativ weit oben angekommen, entschieden wir uns, durch einen tief eingeschnittenen, trockenliegenden bachlauf wieder nach unten zu wandern. der endete aber leider in einer 7 meter hohen, glitschigen felswand. so tief wollten wir dann doch nicht springen, und seile hatten wir auch keine dabei. also wieder zurück nach oben. Levon und ich entschieden uns dann schlauerweise, nicht dem gewundenen pfad nach oben zu folgen, sondern den ca. 60° steilen hang zu unserer rechten zu erklettern. abkürzung und so. anfangs bestand besagter hang aus festen felsen, man konnte also prima hochklettern. nach etwa 15 metern wars dann aber zuende mit den felsen und der hang bestand nur noch aus kleinem geröll und wir kamen weder vor noch zurück. Levon bezeichnete die situation sehr treffend mit "we're borderline fucked, I guess..". die mädels waren auf dem langen weg inzwischen oben angekommen, sahen uns von oben zu und schwankten zwischen schadenfreude und sorge. nehm ich mal an. ich fand dann einen weg nach links weg und fand guten halt an einer großen, stabilen beifußwurzel und lotste Levon in meine richtung. auf meinem weg nach links hatte ich stufen in den bröselhang gescharrt, über die er dann zu mir rüberkrauchen konnte. ich weiß nicht, wie ich den letzten meter zur wurzel bewältigt hatte, jedenfalls war zwischen mir und Levon nur loses geröll. wenn er dorthin geklettert wäre, wäre er einfach nach unten gerauscht, zusammen mit dem kies, und das ziemlich schnell und mit einer potentiell eher sportlichen, schmerzhaften landung. inzwischen waren wir 25 meter über dem bachlauf. ich entschied mich also, eine filmreife rettung durchzuführen, indem ich mich auf die wurzel kniete und ihm die hand hinstreckte, worauf er nur fragte, ob ich das ernst meinte. ja, sagte ich. er sprang also mehr oder weniger an meine hand und ich konnte ihn zur wurzel ziehen. die letzten 10 meter bis zu den damen bestand dann wieder aus fels und war schnell geschafft. wir entschieden, sowas nicht so bald wieder zu machen und machten uns frohen mutes auf den heimweg, um bei eiern in senfsoße die neuesten folgen der Simpsons, Family Guy und American Dad zu schauen bzw. mein referat für den folgenden tag vorzubereiten.

(und hier nachträglich ein paar Fotos vom Admin ;) )

Punk am Samstag

wie wir euch schon berichteten, ist Levon (und auch Genevieve) ein stark tätowierter anhänger der allseits beliebten Punkmusik. er spielt gitarre in zwei bands und besucht dementsprechend auch gern konzerte. am samstag abend haben die beiden uns also mitgenommen zu einem solchen. schon vorher wurde gut getrunken, wir wissen jetzt auch, wozu so ein pickup-truck gut ist. man kann auf dem parkplatz vor dem club prima zu viert drin sitzen, wie ein highschool-schüler dosenbiere trinken und dann die leeren dosen aus dem offenen fenster schräg nach hinten auf die ladefläche schmeißen. erfordert ein gewisses geschick, aber scheppert schön und ist spaßig. nach dem vorglühen gings dann in den pub/club und dort sahen wir all die leute, die wir schon von der helloweenparty kannten, aber diemal nicht als indianer, kängurus und hurenmörder, sondern als punks. erst spielten die Soundcity Hooligans, eine von Levons zwei bands. schöner lauter schrammelpunk, als Levon genug getrunken hatte, spielte er auch mal mit gitarre bei einem der songs. danach waren Knucklehead aus Calgary, Alberta dran. die sind schon relativ berühmt und haben einen plattenvertrag mit einem label aus New York. die jungs sahen zwar mehr nach Hip Hop aus, spielten aber ziemlich hervorragenden Punk. um viertel eins mussten wir feststellen, dass Levon dem alkohol etwas zu sehr zugesprochen hatte, um noch fahrtüchtig zu sein und mussten entscheiden, wie wir in der kälte nach hause kommen würden. anscheinend machte ich den nüchternsten eindruck und Julie hat sich nicht getraut, also wurde entschieden, dass ich die ladung im pickup nach haus bringen würde. ich war bisher nur mitgefahren, aber bis auf die größe, die lustig hüpfende blattfederung und den automatikschalthebel am lenkrad wars eigentlich ganz lustig. wir mussten nur etwa zehn blocks weit fahren und Levon gab mir den tipp, den "Drunk Highway" zu benutzen, also die nebenstraßen..weniger polizei und so. der truck hat zuviel kraft, muss ich sagen, aber man kann prima ungebremst über die bremshügel brettern, weil das teil ja eigentlich fürs gelände gedacht ist und für sehr schlechte schotterwege. zuhaus angekomen, musste das monstrum dann noch rückwärts in den engen carport geparkt und Levon richtung bettchen geleitet werden. wir fielen alle ziemlich schnell ins bett und schliefen den schlaf der gerechten.

Secwepemc Museum, Basketball und dann noch Football hinterher

Donnerstag. Ja, das war auch ein langer Tag, denn wir hatten uns im Verlaufe des Tages entschlossen, das aktuelle, studentische Theaterstück "Moonchildren" zu besuchen. Im Grunde ging es um Zukunftsängste nach dem Abschluss des Studiums, zum Teil war es sehr witzig, aber wie immer sehr "ausgespielt", möglichst authentisch (Zeit war laut Drehbuch nämlich 70er) und dadurch insbesondere sehr lang. Um acht begann es und erst dreiviertel elf war jeder Faden fein säuberlich zu Ende gesponnen (ja, hier ist ein wenig Ironie versteckt). Es ist wirklich interessant zu sehen, wie unterschiedlich sich scheinbar Theater in Europa und hier entwickelt haben. Selbst junges Studententheater ist mehr wie eine Soap oder ein Spielfilm angelegt, präsentiert auf dem Servierteller und lässt kaum Gedanken offen (bis auf die eigenen zum Thema natürlich, sprich hier zur eigenen Zukunft). Diese Art scheint hier auch sehr beliebt zu sein, aber um ehrlich zu sein - mein Fall ist es nicht so ganz. Wenn auch insgesamt es ganz nett war, vor allem durch die witzigen Einlagen, und schließlich sind wir quasi zum halben Preis in die Vorstellung gekommen, denn nur Dan musste bezahlen, weil ich als Theaterstudentin auf der Freikartenliste stand.
Vor allem aber der Freitag war superaufregend diese Woche. Nach einem späten Frühstück ging es halb zwei auf zum Secwepemc-Museum. Für alle, die sich jetzt gerade die Zunge brechen: die frühen Siedler haben das auch getan und den hiesigen Stamm kurzerhand in Shuswap umbenannt, was deutlich einfacher ist. Also: Shuswap-Museum. Dort wurden wir auch gleich von einem First Nation begrüßt mit: ja, wir haben euch schon seit einer halben Stunde über die Brücke wandern sehen. Das nenn ich nach Feinden spähen. Wir mussten nämlich lange lange über eine noch längere Brücke über den South Thompson River laufen (bei kalten kalten Temperaturen und noch kälterem Wind), weil der Bus nicht auf diese Seite der Stadt fährt.
Nun gut, Eintritt gelöhnt und dann konnte die Geschichtsstunde losgehen. Es ist ein sehr liebevoll gestaltetes Museum, wirklich. Viele spannende Dinge waren ausgestellt, handgemachte Körbe aus Rinde, Kopfschmuck, ganze Häuptlingskostüme und zwei echte Kanus zum Beispiel - eins aus Birkenrinde für ruhiges Gewässer und eins für wilde Wasser. Außerdem gab es Fotos und Berichte zu den Residential Schools, zu denen First-Nations-Kinder in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert geschickt wurden: außerhalb elterlicher Reichweite, mit neuem, englischem Namen und vielen Verboten belegt. Die eigene Tradition, selbst die Sprache durften nicht ausgeübt werden. Zum Glück ist das heute anders und alle indianischen Sprachen sind als Zweitsprache etwa im Fremdsprachenunterricht anerkannt und werden wieder unterrichtet. Sehr spannend war auch das Modell eines "Kochtopfes": es wurde ein Loch in die Erde gegraben, unten hinein Brennbares, dieses angezündet, dann kam eine Steinschicht und schließlich verschiedenes Essen abgewechselt mit Zweigschichten. Oben wurde mit Sand abgedeckt, ein Loch hinein gestochen, Wasser dazu gegeben und los konnte es gehen!
Außerhalb des Gebäudes gab es dann noch einen Garten, in dem alle Pflanzen, auch Bäume, beschriftet waren, dazu gab es eine Begleitbroschüre, die aufklärte, wozu sie zu gebrauchen waren. Verschiedene Beeren wurden etwa nicht nur einzeln getrocknet, sondern auch zermanscht und dann als dünne Breischicht zum Trocknen gelegt, sodass etwas wie "Kekse" entstanden. Oder Ahornzweige und Saskatoon-Beeren wurden zusammen zu einer Medizin zusammengebraut, die Frauen nach der Geburt verabreicht wurde usw. Verschiedene Pinienarten (bzw ihre Nadeln) wurden geraucht und aus Knallerbsenstrauchzweigen (hier Snowberry) wurden Besen gefertigt. Ging man weiter durch den Garten, kam man dann sogar zu frühen Winterquartieren (also Nachbauten vielmehr) der Secwepemc-Indianer: wie Hügel ausschauende Unterschlüpfe, in die per Leiter von oben hinein gestiegen wurde und die innen eine Feuerstelle und Sitzmöglichkeiten beherbergten.
Schließlich kam dann sogar die Sonne raus und mehrere Schwärme Wildgänse umflogen uns. Das mahnte uns aufzubrechen und mit einem Halt bei Dairy Queen und einer kleinen Burger- und Eisstärkung (lecker frisch-knackig und lecker schokig-softeisig) schafften wir es sogar zu Fuß bis zur Umsteigestation (die mit den Pennern, ihr wisst schon). Der Bus fuhr nämlich inzwischen nicht mal mehr auf der Innenstadt nahen Seite des Südflusses. Sogar noch rechtzeitig kamen wir dann dreiviertel sechs am TRU Sportcenter an, wo unsere zwei Spaßkanonen Karie und Karrie schon freudig auf ihre internationalen Schützlinge warteten.
Gemeinsam mit weiteren europäischen und asiatischen Gaststudenten ging es dann auf in die neue Sporthalle (wo Dan mittwochs immer schwimmen geht, aber natürlich in den trockenen Bereich) zum Basketballspiel. Wolfpack (unsere Unimannschaft) trat gegen Alberta, besser gesagt Calgary, an. Sowohl das Damen- als auch die Herrenteam waren haushoch unterlegen, denn in einem Ort wie Kamloops mit einer recht kleinen Uni ist die Spielerauswahl naturgemäß nicht sehr groß. Bei den Herren spielte sogar George, Austauschstudent aus London, als Verstärkung mit, aber das half leider auch nicht viel, sodass außer Fouls auch hier nur 60 Punkte drin waren und somit unsere Jungs um 41 Punkte von Calgary geschlagen wurden. Spaßig war es trotzdem, vor allem weil es für uns von Karie und Karrie Pizza und Pop (also "Softgetränk" wie es bei uns so nett heißt) in Massen gab und der Wolfpack-Wolf uns mit Krallenkauen amüsierte. Die Cheerleaders waren allerdings mehr Fearleaders: das völlige Gegenteil von dem, was man sich herkömmlich unter diesen Mädels vorstellt: nicht sonderlich attraktiv, mit sehr russisch anmutender Schleife auf dem Kopf und dicker Schminke im Gesicht (nichts gegen nette Russinnen - ich habe damit nur nicht in Kanada gerechnet und Schleifen auf dem Kopf sind einfach nicht mein Fall..), und vor allem wurde nicht gecheert. In den Pausen gab es mal nen Flip Flop und einen 40-Sekunden-Tanz sowie In-Die-Luft-Geschleuder, aber während des Spiels war tote Hose. Da würde ich auch verlieren, ehrlich gesagt. Schon aus Frust über die Fearleaders.
Als beide Spiele dann vorbei waren, war der Bus natürlich wieder mal weg und wir hatten weitere 40 Minuten zu warten, was uns die Möglichkeit gab, noch dem draußen (bbbbrrrrrrbrbrbrbr) stattfindenden Football-Spiel zu folgen. Aber wir gaben das Nachvollziehen-Wollen alsbald auf, denn wenn alle sich für drei Sekunden auf eine "Pflaume" stürzen, um dann eine Minute rumzustehen, erschließt sich mir der Sinn daraus eher nicht. Aber eine Erfahrung war es auf jeden Fall wert, denn hier haben die Fans endlich mal Radau gemacht, wenn auch vor allem mittels behelfsweise zu Trommeln umgebeauten Wasserspendern.
Völlig kaputt stolperten wir dann schließlich am Abend in unser Bett, um es am Samstag dann mal endlich wieder ruhig angehen zu lassen.

Halloweeeeeeeeen - und die gute Seite der Kanadier

Ich muss jetzt erst einmal so einiges nachreichen hier, denn es ist so viel passiert in den letzten Tagen!
Zunächst einmal zum 31.10., Halloween. Der Vormittag war bereits sehr gruselig geprägt - viele, die mit uns im Bus saßen (auf dem Weg zur Uni) waren verschiedenst verkleidet. Am meisten beeidruckt hat mich ein junger Papa, der mit irgendwelchem Schmier, welches bereits abblätterte, weil Baby im Gesicht rumgrabbelte, sich Blutkrusten und Hautekligkeiten angeschmiert hatte. Zudem gab es einen Penner im absolut abgetragenen Pelzmantel, was an unserer Umsteigehaltestelle nicht unüblich ist, der aber plötzlich in den Bus einstieg und - jetzt kommt's! - sich auf den Fahrersitz setzte! Und dabei sah er (tatsächlich eine Sie) so echt aus!
Weiter ging es mit der Schockerei dann kurz vor meinem Seminar als ein anderes Mitglied von TRU Eco (wir sind ja bekanntlich in der Ökogruppe der Uni) mich darauf aufmerksam machte, dass wir beim abendlichen Trick or Eating verkleidet erscheinen müssen. Das hieß für uns, weil diesmal wirklich Grusel angesagt war, innerhalb der nächsten vier Stunden irgendwie außentemperaturfreundliche Guselkostüme herbeizaubern. Also auf dem Rückweg im Dollarstore Halt gemacht, voller Hoffnung auf eine Hexennase für mich und irgendwas Gruseliges eben für Dan. Schock Nummer drei: alles schon durch Weihnachtskram ersetzt. Aber einen Reisigbesen gabs für mich und einen Schokoriegel als Denknahrung für jeden von uns. Weiter in die Drogerie - Plan B: Dan geht als Verletzter oder Mumie. Richtig, brauchten wir nämlich nur Mullbinden für. Da eine einzelne aber schon vier Dollar kostete, nahmen wir nur die eine, entschieden uns damit für eine Kopfverletzung und gemeinsam mit einem schwarzen Kayalstift für die Hexenbemalung ging es dann schleunigst ins Pfefferkuchenhaus. Oder so. Hier angekommen wurde alsbald präpariert: ich malte mir die Augen und Lippen an, Dan stattete mich mit einer Spinne auf der Wange aus, die von mir dann noch ein Netz dazu bekam, dazu ein schwarzes Kopftuch auf den Kopf und ein dunkles um die Schultern über den Mantel, schwarzen Rock an, fertig. Dan wurde auch rasch umwickelt und meine fast leere rote Patrone musste als Blut herhalten. Beutel und Rucksack gegriffen, auf ging's in die Schlacht!
Denkste, denn an der Bushaltestelle warteten wir vergeblich auf Bus Nummer eins und mussten des nächsten harren. Damit kamen wir zwar zu spät zum Treffpunkt, aber zum Glück waren noch alle Teammitglieder von TRU Eco da und die anderen Teams hatten sich auch noch nicht auf den Weg gemacht.
An dieser Stelle muss ich vielleicht kurz erklären, was Trick or Eat (im Gegensatz zu Trick or Treat, was ja bekanntlich kleine, Süßigkeiten schlauchende Kinder zu Halloween machen) eigentlich ist. Also: es gibt scheinbar eine Tradition an unserer Uni, dass zu Halloween die verschieden Clubs, die es gibt (wie eben wir Ökos), gegeneinander antreten im Sammeln. Das heißt, bei EIseskälte wird sich von Haus zu Haus geklingelt, wobei jede Gruppe ihr "Revier" hat. Gesammelt werden dann keine Sweets, sondern nicht verderbliche Lebensmittel, die dann der Kamloops Food Bank (also der "Tafel") zukommen. Wer am Ende des Abends am meisten beitragen kann, gewinnt (was, hab ich vergessen).
Unser Team teilte sich darum schlauerweise auf in eine Hälfte, die das Wohngebiet von vorne, und die andere, die es von hinten beklingelte. Dan war gemeinsam mit Justin (als Batman getarnt) in Hälfte A. Also los: Text einstudiert, gecheckt, was nicht verderblich auf English heißt und Attacke. Zwischendurch wurden die Taschen immer wieder im Auto, das zum Glück in der Nähe parkte, entleert, denn Dosen und Nudelpackungen sind nicht gerade schwerelos. Wir haben erstaunlich viele Dinge bekommen, auch gute und teure Produkte, die wir zwei uns nie leisten könnten, dazu ab und zu dann doch mal was Süßes auf den Weg (weil's ja so großartig wohltäterisch ist, was wir da tun) und vor allem waren alle, alle, alle Leute superlieb, superhilfsbereit und wahnsinnig toll zu uns. Keine grummig zugeschlagene Tür, niemand, der nicht wenigstens etwas Kleines für uns hatte (bis auf das Paar, das gerade noch beim Umzugskisten-Hinein-Schleppen war und drum alles noch verpackt hatte) und viele, viele, die uns ganze Tüten voll Zeug in die Hand drückten. Unglaublich. Ich war wahnsinnig überrascht, es hat darum auch superviel Spaß gemacht, dazu gab's das ein oder andere Schwätzchen und schließlich noch einen Hund, der uns eine Weile orientierungslos folgte, um an allen Haustüren zu schnuppern, ob Herrchen dort drinnen ist. Außerdem sprang uns ein Hirsch mitten über den Weg und zwischendurch trafen wir natürlich auch echte Trick-or-Treat-Kinder, nur die Berge des Viertels schienen sie zu meiden, denn dort war man froh, dass endlich wenigstens wir vorbei kamen. Irgendwann kamen wir dann fast auf der anderen Seite unseres Reviers an, von Gruppe B keine Spur. Justin ruft also an - Marcia (unsere Chefin!) schien irgendwie ins Telefon zu lallen, sie wären auf dem Berg und inzwischen sagen alle, dass schon wer da war (also wir). Sie würden drum jetzt zu uns kommen. Gesagt getan. Die größere Truppe hatte damit weniger geschafft als wir drei, aber das lag wohl daran, dass sie verschiedene Alkoholika am Start hatten und sich gegenseitig stützen konnten und sich darum nicht wie wir einzeln aufteilen konnten. Am ursprünglichen Treffpunkt, einer Kneipe namens Grasshoppers, zurück, gab es dann auch für uns golden Tequila, außerdem Bier und gute Laune. Während wir uns fröhlich betranken, wurde gezählt und gezählt und gezählt. Wir haben von den insgesamt 1750 Dingen etwa 600 beigetragen, aber gewonnen hat eine Gruppe, die noch erfolgreicher war. Machte aber nix, denn es war ein schönes Erlebnis und dann wurden wir sogar noch nach Hause chauffiert (keine Angst, die Fahrerin war nüchtern. Oder so.), wo ein gelangweilter, aber glücklicher Levon wartete, der einer von ihm ungeliebten Halloweenparty entwischt war und sich nun über Unterhaltung freute. Es gab dann im Tausch gegen Süßes auch weitere Biere für uns und irgendwann halb 12 fielen wir dann alle drei müde ins Bett.
Das war also der Halloween-Mittwoch. Hier noch ein paar gruselige Hexenbilder, die Gesamtbeute usw. und dann gehts direkt weiter mit Donnerstag..


Fragerunde

So, ihr lieben. Jetzt mal Antworten auf (hoffentlich) alle in den letzten Kommentaren unbeantworteten Fragen und Anmerkungen - ich will ja nicht, dass ihr denkt, wir lesen sie nicht. Im Gegenteil: wir freuen uns gar sehr. Also rückwärts:

  • 1 Bitte, bitte, Marko, hast dich ja genau wie die Alex-Mama rege beteiligt und das wird natürlich belohnt mit schönen Postern für jeden von euch.
  • 2 Sandra, ich habe euch, vor allem dir, Fotos von allen anderen Halloweengästen hinzugefügt. Hoffentlich verklagt mich niemand *duck*
  • 3 Hallo Lui! Freu! Vielen Dank für das Kürbislob!
  • 4 Alex, schön dass dir unsere Räder auch gefallen. Und ja, du hast Recht: ich habe Dan auch verboten, sich mit den hiesigen Megaautos messen zu wollen ;)
  • 5 Hallo Robert, welch nette Überraschung. Eure Karte ist auch schon auf dem Weg.. und wie du siehst waren wir dann auch abseits des Sees, sehr abseits sogar. Allerdings kam uns eine Japanerin entgegen ;)
  • 6 Hallo "alex-mama": Ich kann leider nicht sagen, ob die intesive Färbung des Laubes mit den Temperaturen zusammenhängt. Ich vermute eher mit dem Licht, denn wir sind ja, obwohl fast gleicher Breitengrad, in einer sehr sonnenreichen Gegend hier. Aber das sind auch nur Spekulationen. Übrigens herzlichste Glückwünsche zum neuen Rocky-Mountains-Poster!
  • 7 Danke, Muddi, für das Mützenlob *michvordemspiegeldreh*
  • 8 Oli, wie lieb von dir mich aufzumuntern. Ein wenig Mitfühlen-Können habe ich wirklich gebraucht - ärgere mich immernoch und warte inzwischen auf die nächste vernichtende Essaykorrektur..
Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen, der bisher nicht unmittelbar von uns adressiert worden war. Und für alle, die hier nur Bahnhof verstehen: viel Spaß beim Suchen der zugehörigen Kommentare! (*evilgrin*)

2007/11/05

dritter fotostapel!

Morgens im Hostel in Lake Louise aufgewacht, wurde erst einmal wieder gefrühstückt mit Buttermilch-Pancakes und dann ging's zum, See. Hier in der Mitte unsere Bleibe.


Jetzt begann der Aufstieg zu den Six Glaciers (steil und rutschig, aber wunderschön!)


Nach mehreren Stunden Wanderns hatten wir das Ziel erreicht und staunten über die Berge und Gletscher um uns herum. Auch ein Vögelchen hatte es bis hier hoch geschafft.


Aber kalt war es auch, drum ging es dann bald wieder hinab. Auf dem Rückweg hielten wir am besagten Spiraltunnel. Wenn ihr im mittleren Bild genau hinseht, dann erkennt ihr ganz vorne das Ende des Zuges, oben die Mitte und die mittlere Schienenebene ist der vordere Teil desselben Zuges!

zweiter stapel fotos vom rocky-wochenende

Nach vielen Stunden Arbeit gibt es nun den zweten, viel viel großartigeren Teil von unserer Rocky-Mountains-Tour. Morgens starteten wir ja mit der Überraschung, dass riesige schneebedeckte Berge um uns herum stehen, in den Tag. Dann ging es in den wunderschönen Ort Jasper hinein und schließlich auf große Fahrt: Athabasca Falls, Sunwapta Falls, Columbia Icefields, Peyto Lake und schließlich das Ziel Lake Louise, welches wir knapp vor Einbruch der Dunkelheit erreichten. Schließlich Entspannen im Hostel und ein tiefer fester Schlaf..
Viel Vergnügen bei noch mehr Schauen, noch mehr Staunen und beim Schwärmen!



2007/11/02

erste ladung fotos

So, nachdem nun wieder mal das Wochenende über uns herein gebrochen ist, hatte ich heute ein wenig Zeit und habe mich um den ersten Stapel Fotos von unserer Rocky-Tour gekümmert. Ihr sollt ja schließlich auch was davon haben. Hier also eine Reihe Bilder, alle vom Freitag, unserem Wasserfall-und auch nass von oben-Tag. Ihr erlebt somit unsere Reise von Kamloops über Clearwater, den Wells Gray Park, die Overlander Falls nach Jasper ins Hostel.
Wir werden jetzt gleich mal ins hiesige Secwepemc Museum huschen und heute abend dann zum Basketball gehen.
Viel Spaß beim Schauen und Staunen!